Herbstsaison: Zeit für die richtige Pflege von Gartenspielgeräten und Baumhäusern

Kinder haben einen ungebremsten Bewegungsdrang. Sie lieben es zu klettern, zu toben und ihre Welt auf eigene Faust zu entdecken. Spielplätze nehmen an dieser Stelle eine sehr wichtige Rolle ein, denn Platz für freies Spielen gibt es für den Nachwuchs immer weniger. Für die kindliche Entwicklung ist ein solcher Ort unabdingbar. Sowohl Motorik als auch Koordination werden gestärkt und gefördert. Des Weiteren wachsen Kinder über ihre Grenzen hinaus, wenn sie neue Kletterelemente ausprobieren und dadurch an Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen gewinnen. Wer die Möglichkeit hat, realisiert den kleinen Spielplatz im heimischen Garten. Klettertürme, Rutschen, Schaukeln und ein kleiner Sandkasten werden zu einem Paradies. Neben fertigen Spielgeräten für den Garten, wagen sich handwerklich geschickte Eltern auch an das Abenteuer Baumhaus. Ein solches wird zum wichtigsten Ort überhaupt: Es warten Abenteuer, Aktion und ein Rückzugsort auf die Kinder. Egal ob Fertigbausatz oder Eigenbau. Die Wartung und Pflege dieser Spielgeräte ist nicht nur enorm wichtig in Puncto Sicherheit, sondern trägt zu einer langen Lebensdauer bei.

Welche Holzarten sind zu empfehlen?

Für den Bau von einem Baumhaus sollte möglichst auf einheimische Hölzer zurückgegriffen werden. Die Baumhäuser-Profis von baumbaron.de empfehlen Robinie, Kastanie und Lärche. Wobei das Lärchenholz besonders gut geeignet ist. Der hohe Anteil an Harzen sorgt dafür, dass Lärchenholz extrem witterungsbeständig ist. Daher ist dieses für Holzspielgeräte als auch für den Bau von Baumhäuser die erste Wahl.

Wartung und Pflege der Spielgeräte

Holz ist ein natürlicher Werkstoff. Unter dem Einfluss von Nässe und Sonne arbeitet Holz. Um die notwendige Sicherheit und natürlich den langen Erhalt der Spielgeräte zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Pflege und Wartung wichtig. Der Herbst ist ein idealer Zeitpunkt für die Kontrolle. Die nassen Tage nahen und es gilt sich auf den Winter vorzubereiten.

Stabilität, Sicherheit und Funktion: Alles muss regelmäßig auf den Prüfstand

Experten raten dazu, Hölzer zu ölen, anstelle zu versiegeln. Holz atmet und arbeitet. Die Verwendung von Lasuren auf natürlicher Basis ist umweltfreundlich und dringt tief in das Holz ein. Eine Imprägnierung schützt somit gegen die Witterungseinflüsse. Ist das Holz imprägniert und mit einer Lasur versehen, dann ist es gut gepflegt. Jedoch dürfen andere Elemente nicht aus den Augen verloren gehen.

Anstelle von einfachen Stahlschrauben und Nägeln sollten bei Spielgeräten Edelstahlschrauben verwendet werden. Diese können nicht rosten und halten daher für eine schier unbegrenzte Zeit. Seile zum Klettern oder an der Schaukel müssen ebenfalls regelmäßig überprüft werden. Viele raten zur Verwendung von künstlichen Fasern, da die Witterung diesen Fasern nichts anhaben kann. Zudem überdauern die Kunstfaser problemlos den Winter im Freien. Einmal im Jahr müssen alle Schrauben kontrolliert werden. Bei Bedarf sind dies nochmals fest anzuziehen.

Auch ein Sandkasten braucht Wartung und Pflege. Eine entsprechende Abdeckung schützt vor Tieren und zu viel Laub, welches hineinfallen könnte. Des Weiteren muss der Sand hin und wieder gut durch geharkt werden. Das lockert diesen auf und verhindert eine mögliche Schimmelbildung.

Splitter, Risse oder Löcher: Sie geben Hinweise auf Beschädigungen und Schädlinge

Hin und wieder ein kritischer Blick auf das Holz zeigt, ob sich Schäden gebildet haben. Besonders Risse oder Löcher sollten genauer betrachtet werden. Risse können mitunter mit Holzleim verkittet werden oder mit einer speziellen Lasur neu versiegelt. Wenn Löcher auftreten, besteht die Gefahr, dass Holzwürmer am Werk sind. Zu erkennen ist das am feinen Holzmehl. Das Informationsportal Netzsiger.de empfiehlt statt chemische Mittel zuerst natürliche Methoden auszuprobieren. Die unliebsamen Gäste lassen sich beispielweise mit Eicheln herauslocken und umweltfreundlich entsorgen. Dafür werden einfach eine Handvoll Eicheln in die Nähe gelegt und sobald der Holzwurm dieser Delikatesse nicht widerstehen kann, ist das Problem gelöst.

Splitter können sich mitunter auch bilden. Hier sollte in jedem Fall mit entsprechendem Gerät die betroffene Stelle abgeschliffen werden. Nach der Glättung ist das Auftragen einer Grundierung und der entsprechenden Lasur nochmals erforderlich.

Ein zusätzlicher Schutz: Holzschutzmittel verwenden

Neben der Imprägnierung ist ein zusätzlicher Schutz für das Holz empfehlenswert. Eine gründliche Grundierung verhindert die Bildung von Pilzen und das Eindringen von Schädlingen. Beim Kauf der Grundierung ist auf das RAL-Gütezeichen zu achten. Die Lasur bringt am Ende nicht nur Farbe ins Spiel, sie schützt das Holz vor dem Ausbleichen und Ergrauen. Die Lasuren müssen in jedem Fall speichelfest und schweißecht sein. Kleinkinder erkunden einige Dinge nach wie vor gern mit dem Mund. Außerdem kommen Kinder über die Hände stetig in den Kontakt mit der Oberfläche. Beim Kauf der entsprechenden Farben und Lasuren ist darauf zu achten, dass keine Lösungsmittel enthalten sind. Das Zeichen „Blauer Engel“ informiert darüber, dass diese Produkte unbedenklich sind.

Reinigung der Geräte

Eine spezielle Reinigung in diesem Sinne ist nicht erforderlich. Mit klarem Wasser können die Spielgeräte hin und wieder gesäubert werden. Von der Verwendung von chemischen Reinigungsmitteln ist abzuraten.

Regelmäßige Pflege ist das A und O

Eine gewissenhafte Pflege und eine regelmäßige Wartung der Spielgeräte im Garten trägt dazu bei, dass Kinder nicht nur sicher und möglichst unfallfrei spielen können. Sie trägt auch einen wesentlichen Teil zum Erhalt und der Beständigkeit der Geräte bei.

Kommentar verfassen